Zum Konzert “Wandlungen”

der pianist im konzert

Hier kann man das Konzert WANDLUNGEN mit allen Stücken noch einmal über Youtube anhören:

Franz Schubert:Fantasie C-Dur op 15 (Wandererfantasie) – Maurice Ravel: Gaspard de la nuit, Ondine (1908) – Schubert: 3 Klavierstücke D 946

Die Begleitung und Erweiterung des Themas mit Musik und Literatur ergibt sich auch aus meiner lebenslang intensiven Auseinandersetzung mit diesen Bereichen. Zur Lesung gibt es einen eigenen Artikel (s. Ausstellungsbeiträge / Lesung von Harald Gröhler).

Mit Nageeb Gardizi, einem begnadeten Pianisten, arbeite ich seit 2009 zusammen und habe mit ihm   ein passendes Programm zum Thema überlegt. Seine geistige Durch-dringung der Musik in Wort und eigener Interpretation am Konzertflügel faszinieren mich immer wieder, weil Neu-Entdeckungen in vertrauter, aber immer wieder selten gespielter Literatur sehr inspirierend sind. Hier – im angebotenen Konzert – ist z.B. die selten im routinierten Konzertbetrieb gespielte „Wandererfantasie“ (Schubert selbst hatte Probleme damit) ein schönes Beispiel dafür, wozu er uns vor Ort sicher originelle und anregende Kommentare geben wird, zumal Schubert in seinem auf 11 große Concerti monumentali angewachsenen Repertoire bisher  nicht vorkommt und diese Zuwendung zu einem ihm nicht auf den Leib geschriebenen Komponisten auch für ihn ein künstlerisches Wagnis ist.

Leider hat uns die Gema einen Strich durch die Rechnung gemacht, Prokofjev oder Rachmaninov als jeweils dritte Europäische Position für den „rätselhaften“ Menschen vorzuführen. Genausowenig wie es einzusehen ist, dass ein Künstler einem Veran-stalter oder Raumanbieter Miete für sein/e Präsent (-ation) an die Öffentlichkeit zahlen muss, ist es unsäglich, dass ein Pianist, der die Mühe auf sich nimmt, virtuose hochrangige Werke der Musikgeschichte einzustudieren und sich dafür mit Wort und Tat in der Öffentlichkeit zu engagieren, dafür an einer völlig eigennützig funktionieren-den Gesellschaft wie die Gema beachtliche Nutzungsgebühren abliefern soll. In beiden Fällen wird – von unserem in Deutschland meist gut qualifizierten Publikum geduldet – Schindluder mit Ideellem und Urheberrechtlichem getrieben.

Da ist es schon ein wenig angenehmer, im Literaturbereich nicht derartigen Zwängen ausgeliefert zu sein. Dafür gibt es dann im Publikationsbereich wieder Fesseln, die Schriftsteller u.a. durch regelmäßige Lesungen auszugleichen versuchen.

Allen bei diesem Projekt engagierten Künstler wünsche ich eine gute öffentliche Reso-nanz und motivierende Anstöße zu weiterer so produktiver Zusammenarbeit, wie sie bisher stattgefunden hat.

Text: Ekkehard Drefke                                                                                        11.6.2013

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